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Orientierungsrahmen "Schulqualität"

Der Orientierungsrahmen "Schulqualität" ist im Februar 2006 veröffentlicht worden. Seit Schuljahresbeginn 2006/07 ist er in den Schulen der verbindliche gemeinsame Bezugsrahmen für die Gestaltung von Bildungs-und Erziehungsprozessen. In gleicher Weise verbindlich sind die im Orientierungsrahmen formulierten Qualitätsansprüche für die Strukturierung der Qualifizierungs- und Unterstützungsangebote durch das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung wie auch für die Führung und Steuerung auf Systemebene (s. Senatsdrucksache 18/3780 vom 21. Februar 2006).

Der Orientierungsrahmen "Schulqualität" gibt ein inhaltlich normativ bestimmtes Qualitätsverständnis schulischer Prozesse und Ergebnisse vor. Die Betrachtung akzentuiert die Qualität der Verfahren, mit denen Schule ihre Qualitätsentwicklung betreibt und eine ganzheitliche Perspektive auf Schulqualität. So erfasst der Orientierungsrahmen drei eigenständige und aufeinander einwirkende Qualitäts-Dimensionen ("Führung und Management", "Bildung und Erziehung" und „Wirkungen und Ergebnisse"), für die insgesamt 14 Qualitätsbereiche definiert werden. In die Konstruktion des Orientierungsrahmens sind sowohl Forschungsergebnisse zu Schul- und Unterrichtsqualität eingegangen als auch das Wissen über einschlägige Qualitätsmanagementmodelle aus sozialen Systemen anderer gesellschaftlicher Bereiche.

Der vorliegende Hamburger Orientierungsrahmen "Schulqualität" beruht auf einem breiten Konsens verschiedener Abteilungen des Amtes für Bildung und anderen Dienststellen und lag auch den Gremien und Kammern vor. Der Orientierungsrahmen genießt eine breite Akzeptanz bei den unterschiedlichen Akteuren im Schulsystem. Dennoch, die vorliegende Fassung befindet sich in der Erprobung. Die Erfahrungen der letzten Jahre werden derzeit zusammengetragen und für die Weiterentwicklung genutzt.

Die Implementierung des Orientierungsrahmens "Schulqualität" vollzieht sich, indem die "Akteure" auf allen Systemebenen damit arbeiten.
Die Schule plant auf der Grundlage des Orientierungsrahmens z. B. ihre Unterrichtsentwicklung und formuliert ihr Leitbild; auf der Basis beschließt sie auch die Fortführung des Schulprogramms, baut ein schulisches Qualitätsmanagementsystem auf und legt Schwerpunkte für Ziel- und Leistungsvereinbarungen fest.

Im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung hat der Orientierungsrahmen Auswirkungen auf die Entwicklung von Ausbildungsmodulen und schulischen Ausbildungskonzepten für Referendarinnen und Referendare. In Antwort auf die veränderten Qualifizierungsbedarfe in Schulen werden neue Fortbildungsinhalte in teilweise neuen Angebotsstrukturen angeboten (z. B. Begleitung bei der Aneignung des Orientierungsrahmens in Verbindung mit der Vorbereitung von Ziel- und Leistungsvereinbarungen).

Die Schulaufsicht schließt auf der Grundlage des Orientierungsrahmens mit der Schulleitung die Ziel- und Leistungsvereinbarungen (ZLV) ab, führt Statusgespräche durch, steuert die Qualitätsentwicklung auf Dezernatsebene.

In der Schulinspektion strukturiert der Orientierungsrahmen die Entwicklung der Instrumente (Fragebogen, Unterrichtsbeobachtungsbogen, Bewertungsraster für die Schulbegehung) und die Berichterstattung.

Die in Vorbereitung befindliche webbasierte schulische Berichterstattung ("Schulporträts") wird sich im Aufbau weitgehend an die Struktur des Orientierungsrahmens "Schulqualität" anlehnen.



Ansprechpartnerin: Dr. Maike Krätzschmar
 
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(Änderungsdatum: 20.09.10)